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Was ist eigentlich...
Grüner Strom

Der Strom aus der Steckdose ist nicht mehr einfach nur „Strom“. Unter zahlreichen neuen Produktnamen bieten Verkäufer die Ware Elektrizität als Naturstrom, Ökostrom, Strom zum Umwelttarif, grünen Strom. Sauberer Strom. Dahinter stecken politische Zielsetzungen oder Vermarktungsstrategien.

„Grüner“ Strom wird ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen – Sonne Wind Wasserkraft, Biogas und Geothermic – gewonnen. Besonders Umweltorganisationen und ökologisch orientierte Verbraucher unterstützen diese Alternative. Dadurch ergeben sich zwangsläufig höhere Preise als für herkömmlichen Strom, die umweltbewusste Verbraucher aber in Kauf nehmen oder vielleicht auch durch Energieeinsparungen ausgleichen.

Umweltverbände wie der Bund Eurosolar, der Bund der Energieverbraucher und der Naturschutzbund Deutschlands wollen den Stromverkauf unter dem werbewirksamen Label "Grüner Strom" nach strengen Ökologischen Gesichtspunkten reglementieren und bei den Anbietern die Spreu vom Weizen trennen. Den Weg dazu soll ein Öko-Zertifikat ebnen. Dies gibt der eigens dafür gegründete Verein “Grüner Strom Label e.V.“ aus.

Gütesiegel grüner Strom bzw. Ökostrom soll garantieren , dass der Anbieter von Strom aus erneuerbareren Energieträgern nicht an anderer Stelle Atomstrom erzeugt. Auch aus Wasserkraft gewonnener Strom ist im Sinne der Zertifikat-Erteiler dann nicht mehr „grün“, wenn die Anlage mehr als zehn Megawatt im Jahr erzeugt. Es gibt zwei Kategorien von „Grünen Strom“, einmal zu 100 Prozent regenerativ erzeugter Strom, zum anderen mit bis maximal 50 Prozent aus Kraft-Wärme-Kopplung und mindestens 50 Prozent regenerativer Erzeugung. Der Verein "Grüner Strom Label e.V." geht damit über die Anforderungen des TÜV-Zertifikates „Bereitstellung von Strom aus erneuerbaren Energien“ hinaus, das lediglich einen Anteil von 25 Prozent regenerativ erzeugtem Strom in einem beliebigen Energiemix fordert.

Was ist eigentlich...
Ozon

Normaler Sauerstoff, wichtiger Bestandteil unserer Atemluft, wird von den Chemikern mit O2 bezeichnet (O wie Oxygen). Je zwei Sauerstoffatome sind zu einem Molekül verbunden. Wenn energiereiche UV-Strahlung zum Beispiel auf Stickoxyd (Auspuffgasen) oder Kohlenwasserstoff einwirkt, werden davon einzelne Sauerstoffatome abgespalten, die sich schnell mit dem nächstbesten O2 zu O3 verbinden. So entsteht das Reizgas Ozon.

Das riecht frisch und etwas stechend, daher auch der Name (griechisch ozein = riechen). Zwar zerfällt Ozon nach Sonnenuntergang bald wieder, in Großstädten schneller als in der freien Natur, trotzdem hat es vor allem in den Sommermonaten lästige Auswirkungen. Weil die Schadstoffe aus Kraftfahrzeugen erheblich zur Ozonbildung beitragen, kann ab einer Konzentration von 240 Mikrogramm je Kubikmeter ein Autofahrverbot ausgesprochen werden.

Früher waren auch Wärmekraftwerke auf der Basis von Kohle, Öl oder Gas stärker an der Ozonbildung beteiligt.

Was ist eigentlich....
Volt und Watt

Beides sind physikalische Messgrößen:
Volt (V) ist die Maßeinheit der elektrischen Spannung. Watt (W) misst die Leistung ganz allgemein, also auch bei der Erdgasheizung, beim Automotor usw.

Ein Vergleich mit Wasserrohren erleichtert das Verständnis . Wenn man durch ein dünnes Rohr gleich viel Wasser (Leistung) transportierten will wie durch ein dickes, muss der Druck (Spannung) sehr viel höher sein.

Ganz niedere Stromspannungen liegen im Millivolt-Bereich. Etwa 1,5 bis 9 Volt haben Batterien für Kleingeräte. Kleinspannungen fühlt man kaum, der Widerstand des Körpers ist zu groß als dass ein Strom durchfließen durchfließen könnte. Deshalb ist es auch harmlos, nichtisolierte Kabel von 12-V-Halogenlampen anzufassen.

Höhere Spannung wird vor allem dann gefährlich, wenn ein genügend großer Strom fließt. Jeder kennt das: Fasst man elektrisch aufgeladen, durch Gummisohlen isoliert, an ein Türklinke, springt ein Funken über. Die Spannung liegt zwar zwischen 100000 und 200000 Volt, aber diese hohe Spannung ist so schnell entladen, dass außer einem kurzen Schmerz keine Folgen zurück bleiben. Lebensgefährlich wird es dagegen beim Strom aus der Steckdose, obwohl die Spannung mit 230 Volt deutlich niedriger ist. Hier „fließt“ der Strom ständig , eine Sekunde kann schon tödlich sein.

Jede elektrische Leitung setzt dem Strom einen Widerstand entgegen. Den Verlust spürt man als Wärme, bei Heizstrahlern ist dieser Effekt erwünscht. Wenn dagegen der Strom über lange Strecken und vernünftige Kabelquerschnitte ohne übermäßige Leistungsverluste transportiert werden soll, muss die Spannung erhöht werden. 110000 Volt und mehr fließen vom Kraftwerk ohne größere Leistungsverluste bis in die Nähe der Verbraucher. Dort wird die Hochspannung wieder auf anwenderfreundliche 230 Volt transformiert.

Die Leistungen von Glühlampen liegen zwischen 25 und 100 Watt. Im Kilowattbereich (1KW = 1000 Watt) misst man den Leistungsverbrauch größerer Geräte eines Haushalts oder eines Autos. Megawatt (1MW = 1 Million Watt) ist dann die Maßeinheit für die Leistung von Kraftwerken. Wenn Sie auf Ihrer Erdgas-Rechnung nachsehen, wird dort der Verbrauch ebenfalls in kWh bewertet. Daran orientiert sich übrigens auch die neue Energiesteuer, wobei Erdgas aus Umweltgründen niedriger besteuert wird als beispielsweise Benzin oder Elektrizität.

Durch die Messgröße Watt kann man also die Energieleistung von ganz unterschiedlichen Energieformen problemlos miteinander vergleichen. Deshalb haben auch die „Pferdestärken“ (PS) schon lange offiziell ausgedient. Nur beim Automotor hält sich der Begriff deshalb so hartnäckig, weil man mit der deutlich höheren PS-Zahl mehr beeindrucken kann als mit dem gleichen Wert in Kilowatt.

Was ist der Schwachlasttarif ?

Es geht um Strom - und um Geld. Elektrizität muss im selben Augenblick erzeugt werden, in dem sie auch verbraucht wird. Sie kann nicht auf Vorrat produziert und eingelagert werden. Auf der anderen Seite wird aber Strom zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten auch in sehr unterschiedlichen Mengen verbraucht. Kurz vor der Mittagszeit gibt es solche Verbrauchsspitzen.

Am Abend, vor allem im Winter, gehen dann in den Haushalten die Lichter und die Stromverbraucher an. Die Versorgungsunternehmen setzen deshalb ihre großen Kraftwerke für die Grundlast ein, für die Bedarfsspitzen werden zusätzliche Kraftwerkseinheiten zugeschaltet. So erklärt sich auch, dass Energie für Spitzenlast deutlich teurer ist als die für Grundlast. In der "Schwachlastzeit", das ist meist in der Nachtzeit zwischen etwa 22 und 6 Uhr und am Wochenende, steht dann genügend Energie zur Verfügung.

Die Versorger wollen ihren größeren Kunden, also Industrie- und Gewerbebetrieben und privaten Großverbrauchern durch günstige Tarife einen Anreiz bieten, ihren Strombedarf gerade in dieser Zeit zum Vorteilspreis einzukaufen. Das ist auch für elektrische Speicherheizungen interessant, die bei Nacht ihren Wärmespeicher aufheizen und diese Wärme dann ohne Stromheizung am Tag wieder abgeben.

Zu dieser Schwachlastreglung sagt man auch "Tag- und Nachtstrom" oder "Hoch- und Niedertarif". Ob sich die Abrechnung über zwei Zähler für Sie lohnt, hängt davon ab, ob Sie in der Schwachlastzeit größere Strommengen abnehmen können.

Wer haftet bei Versorgungsstörungen?

Versorgungsstörungen im Stromnetz der Stadtwerke Torgau sind keinesfalls die Regel, aber gänzlich vermeiden lassen sie sich nicht. Die Folge: Insbesondere unvorhergesehene und somit vorher nicht ankündbare Unterbrechungen können den einen oder anderen Schaden beim Kunden verursachen. Und der jeweils Betroffene hat dann neben dem Schaden auch noch den Ärger mit der Schadensregulierung. Denn der Netzbetreiber tritt nur dann ein, wenn die Störung durch Vorsatz oder grobfahrlässige Handlungen seiner Mitarbeiter oder den von ihm beauftragten Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen verursacht wurden.

Da dies weitgehend ausgeschlossen werden muss, empfiehlt sich der Abschluss einer entsprechenden Versicherung. Die Versicherungsunternehmen bieten im Rahmen ihrer Hausratsversicherungen den Schutz bei derartigen Versorgungsstörungen an.

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